Den offensiv schwachen Eindruck der Vorwoche haben die Ebersberger Handballfrauen in der Regionalliga-Auswärtspartie in Nordbayern schnell beiseitegewischt. Tabellenführer TSV EBE Forst United warf gegen den MTV Stadeln fast wieder 40 Tore und behauptete sich klar mit 37:26 (17:10).
In der Sporthalle des Fürther Gemeindeteils hatte das Gästeteam um das Trainergespann Beatix Balogh und Susanne Pignot anfangs einen zähen Start. United-Teamsprecherin Jasmin Alnajjar bezeichnete es als siebenminütige „Findungsphase mit einem Wer-spielt-wie“, in der man sich in der Abwehr sortieren musste. Doch nach dem 5:5 gelang der erste Zwischenspurt durch Tore von Panna Csata, Hannah Dürr und Helena Brandl (2) zum 9:5 (13.).
„Wir haben zuerst auch mit einer offensiven Deckung gespielt, aber Stadeln hatte sich gut darauf vorbereitet. Dann haben wir auf eine 6:0-Variante umgestellt, die ihnen langsam die Luft rausgelassen hat“, beschrieb Alnajjar die erste Hälfte, in der nach dem 9:11-Anschluss der Gastgeberinnen ein entscheidender 9:1-Lauf bis zum 20:11 (33.) folgte.
„Wir haben mit viel Tempo agieren können, mit guter erster und zweiter Welle im Gegenstoß“, so die Forsties-Sprecherin. Spielmacherin Chiara Czeslik trieb ihr Team unermüdlich nach vorn. Einen großen Anteil hatte auch deren Schwester, Torhüterin Elena Czeslik, die mit ihren Paraden dafür sorgte, dass Stadeln keine Morgenluft mehr wittern konnte.
Nach Seitenwechsel stand dann Lucja-Maxin Engler zwischen den Pfosten und half ebenfalls mit, dass es ein ungefährdeter Sieg wurde. Ein 37:26, das für Erleichterung im United-Lager sorgte. „In Stadeln ist es immer unangenehm zu spielen. Sie geben nie auf und kämpfen immer weiter“, erläuterte Alnajjar die vorherigen Bedenken, die aber dank einer mannschaftlich geschlossenen Leistung der Ebersbergerinnen bestens weggewischt wurden. „Für uns war es wichtig, unser Spiel durchzuziehen.“
Da wurde auch der kuriose Umstand, hinterher außerhalb der eigenen Umkleidekabine zu duschen, weggesteckt. „Die Duschen sind wohl kaputt. Dafür wurden extra Container an die Halle gestellt und wir mussten mit dem Handtuch durch den Gang laufen“, schilderte Jasmin Alnajjar lachend. Angesichts des Auswärtssiegs aber zu verschmerzen.
OLAF HEID
Forst United: E. Czeslik, Engler (beide TW); Brandl (3), Csata (7), Becher (2), Dirnberger (4), Alnajjar (4/2), Pollak (1), Dürr (2), C. Czeslik (6), Mäsel (5), Allombert (3/1).

