Steigerung im Turnierverlauf

In Forst Ladies by ForstUnited

Ebersberg – Einen intensiven Trip nach Leinfelden-Echterdingen haben die Bayernliga-Handballfrauen des TSV EBE Forst United hinter sich. Im Rahmen ihres Vorbereitungsprogramms nahm die Mannschaft nahe des Stuttgarter Flughafens am Erna-Feinauer-Gedächtnisturnier teil.
Im stark besetzten Teilnehmerfeld, warteten in der Gruppe A die Gastgeber, Mainz-Budenheim, Waiblingen und der SV Allensbach auf die Ebersberger Vertreter. Die frühe Abfahrt (6 Uhr) machte sich im ersten Spiel gegen Leinfelden bemerkbar. Sichtlich „verschlafen“ agierten die United-Damen und fanden vor allem in der Abwehr keinerlei Zugriff. „Das Rückzugsverhalten und auch Tempospiel nach vorne war schlichtweg nicht vorhanden“, urteilte Felix Mäsel, Teammanager der Forsties. Mit der Einwechslung von Chiara Czeslik kam noch einmal etwas Belebung in das Spiel, verhinderte aber eine 12:17-Niederlage nicht.

Beatrix Balogh zeigte sich sehr unzufrieden und schwor ihre Mannschaft auf das nächste Match gegen Mainz ein. Der Appell zeigte Wirkung und brachte auch den Spielwitz und Zusammenhalt aufs Spielfeld zurück. Anna Leiber begeisterte mit einem traumhaften Anspiel an den Kreis, während Nina Allombert aus dem linken Rückraum für Tore sorgte. Das Spiel wog über die kompletten 25 Minuten hin und her – und in der letzten Sekunde hatte Lara Becher sogar noch die Chance auf den Siegtreffer, doch es blieb beim 16:16.
Das gesteigerte Selbstvertrauen nahmen die Ebersbergerinnen mit in das Duell gegen Waiblingen. Sie legten nun noch mehr Fokus auf die Abwehr. Nachdem in den ersten Spielen vor allem die Offensivvarianten trainiert wurden, entschied sich Balogh nun im 6:0-Verbund zu spielen. United baute zügig eine solide Führung aus, die aus erfolgreichen Spielzügen und auch starken Eins-gegen-Eins-Aktionen resultierte. Es reichte mit dem 15:13 zum ersten Turniersieg des Tages.
Zum Abschluss wartete nun noch der bereits feststehende Gruppensieger und Drittligist SV Allensbach auf die Handballerinnen vom Forst. Das Team von Balogh zeigte mit deutlich gesteigerter Abwehrarbeit und hoher Laufbereitschaft, dass es auch dem Favoriten gewachsen ist. Kurz vor dem Abpfiff lag Ebersberg mit drei Toren in Führung und brachte den Erfolg (16:13) souverän „nach Hause“.

Mit einer Pleite, einem Remis und zwei Siegen hätte man die Leistungssteigerung auch in den Ergebnissen gesehen, so Mäsel. Trotzdem verpasste man als Gruppendritter knapp das Halbfinale. United-Trainerin Balogh zeigte sich ebenfalls zufrieden: „Wir haben sehr schlecht angefangen, uns aber kontinuierlich gesteigert. Ich konnte verschiedene Besetzungen ausprobieren und habe viel Erkenntnis gesammelt. Auch hat sich deutlich gezeigt, an was wir weiter arbeiten müssen, aber wir befinden uns gut im Zeitplan.“
Nach acht anstrengenden Vorbereitungswochen wird nun bei Forst United eine kurze Regenerationspause eingelegt. Danach geht es in der letzten Vorbereitungsphase mit dem Trainingslager in Ungarn weiter.

ez/ola
Forst United: Silvia Morath, Elena Czeslik (beide im Tor), Lara Becher, Hannah Dürr, Natalie Mahncke, Nina Allombert, Vivien Schweizer, Christina Schweiger, Lucie Mäsel, Anna Dybilasz, Chiara Czeslik, Anna Leiber, Jasmin Alnajjar, Steffi Pollak, Katharina Fries und Panna Csata.

Bericht der Ebersberger Zeitung / Münchner Merkur vom 25.7.2023