Sensationssieg gegen den Bayerischen Meister

In U15 by ForstUnited

Wunder gibt es immer wieder … man muss nur daran glauben! Und sie haben daran geglaubt – unsere U15-Mädels! Zum Abschluss der Bayernliga-Saison bezwingt Ebersberg – bis dahin Tabellenletzter – den Spitzenreiter und frisch gekürten Bayerischen Meister HC Erlangen mit 30:25. Und das auch noch völlig verdient! Damit beendet die Forst-C-Jugend die Saison nicht nur mit einem kaum für möglich gehaltenen Erfolgserlebnis, sondern gibt auch die rote Laterne an den TSV Niederraunau weiter. 
 
Ebersberg startete beherzt in die Partie, auf der Tribüne wurde bei der ersten Führung (2:1) sogar schon scherzhaft nach einem frühen Abpfiff verlangt. Aber die Verwunderung und Begeisterung bei den Fans in der an diesem Nachmittag (auch dank der männlichen B-Jugend) sehr lauten Dr.-Wintrich-Halle wuchs noch weiter an – denn die Gastgeberinnen dachten gar nicht daran, die Führung so schnell wieder herzugeben, und zogen weiter davon. Nach einer Viertelstunde stand es 10:5 – und zum ersten Mal machte sich eine Ahnung breit, dass sich hier Großes anbahnen könnte. 
 
„Wir wollten Erlangen so lange wie möglich ärgern“, erzählte Forst-Trainerin Beate Schrögmeier nach dem Spiel, „aber vom Schock unserer frühen Tore scheinen sich die Gäste nie so richtig erholt zu haben.“ 
 
Petra Huszak im Forst-Tor trieb die erfolgsverwöhnten Fränkinnen mit tollen Paraden immer wieder zur Verzweiflung. Und vorne kämpfte sich Lena Dirnberger auf Mitte gnadenlos rein in die Partie: „Das war wichtig für uns“, freute sich Co-Trainer Michael Neitzert, „sie hat die anderen in kritischen Phasen immer wieder mitgerissen.“ 
 
Eine solche kritische Phase bahnte sich Ende der ersten Hälfte an, als die Ebersbergerinnen ihren klaren Vorsprung in kürzester Zeit fast wieder aus der Hand gaben – zur Pause stand „nur“ noch ein 13:11 auf der Anzeigetafel. 
 
Die zweite Hälfte begann dann aber überraschenderweise nicht mit der erwarteten Aufholjagd der Gäste, sondern mit einer noch energischer zupackenden Ebersberger Defensive, in der Larissa Friedrich sogar der überragenden Erlangerin Ida Subke nach und nach den Zahn zog. Und im Gegensatz zu einigen Partien zuvor konnten die Gastgeberinnen dieses Mal auch in der Offensive die technischen Fehler nahezu eliminieren.
 
Und so kam es, dass die Ebersberger C-Jugend-Mädels ihren gerade erst geschrumpften Vorsprung nach und nach wieder ausbauten: 16:13, 19:15, 22:17. Sieben Minuten vor Schluss führten die Forstis mit sieben Toren (26:19) – und der Traum vom Heimsieg gegen das dominierende Bayernliga-Team wurde immer realer. Erlangen versuchte zwar nochmal alles, aber an diesem Tag gab es gegen die Ebersberger Defense kaum ein Durchkommen – und vorne trafen sie immer wieder ins Tor. Nachdem Lena Dirnberger und Amelie Paul nacheinander zwei Siebenmeter souverän verwandelten (29:23), war die Entscheidung gefallen – am Ende hieß es 30:25, und der Jubel bei Team und Fans kannte keine Grenzen. 
 
„Das war auch ein Sieg des Willens“, konstatierte das Ebersberger Trainergespann: „Jede lief und kämpfte für die andere – wir hatten ein fantastisches Wir-Gefühl auf dem Feld … und daneben!“
 
Und so endet eine anfangs ziemlich verkorkste Bayernliga-Saison mit vielen Verletzungen, Krankheiten und anderen Ausfällen doch noch versöhnlich: „Hätten wir durchgängig in Bestbesetzung antreten können, wäre ein Platz im Mittelfeld sicher möglich gewesen“, bilanzierte Beate Schrögmeier, „aber jetzt freuen wir uns umso mehr auf die Quali für die nächste U15-Saison.“ In diese starten die Forst-Mädels Ende April glücklicherweise mit einem Großteil ihres diesjährigen Kaders – denn der bestand ja vor allem aus 2009er- und sogar 2010er-Jahrgängen. Das Ziel ist also klar: Bayernliga, auf ein Neues!
 
Für Forst United spielten (und trafen): 
Nadija Babec (Tor), Magdalena Boksic, Lena Dirnberger (10), Mia Fischer (1), Larissa Friedrich (4), Annelie Hochreiter (1), Petra Huszak (Tor), Emma Loock (2), Pia Menzel (2), Amelie Paul (7), Carolin Paul (1), Marieke Schindlbeck (2)

Foto: Szabó István
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