Ebersberg – Der Auftakt in die Qualifikationsrunde zur 3. Liga ist den Handballfrauen des TSV EBE Forst United misslungen. Im Heimspiel in der mit über 300 Zuschauern voll besetzten Dr. Wintrich-Halle unterlag der Bayerische Meister erst nach hartem Kampf der TSG Haßloch mit 26:34 (16:15) Toren.
„Die Niederlage geht in Ordnung, aber das Ergebnis passt nicht zum Spiel“, urteilte Ebersbergs Abteilungsleiter und Teammanager Felix Mäsel. Die Forst Ladies hätten ein besseres, knapperes Resultat am Ende verspielt, als sie „leider eingebrochen“ seien. „Drei Tore Differenz wären okay gewesen.“
Den Unterschied machte letztlich die Routine der Gäste aus dem Landkreis Bad Dürkheim aus. „Sie sind der Topfavorit auf den Aufstieg und waren besser mit ihrem erfahrenen Kader“, so Mäsel. „Sie hatten keine einzige Jugendspielerin dabei, wir dagegen vier 2009er.“ Haßloch habe den Flow aus den ersten beiden erfolgreich gestalteten Spielen mitgenommen, erläuterte der United-Funktionär.
Ebersbergs Team bestritt hingegen seine Auftaktpartie nach fünf Wochen nur Training. Es dauerte, bis sich der Spielrhythmus einstellte. Nach sieben Minuten lagen die Forst Ladies mit 2:5 hinten. Eine Auszeit des Betreuer-Trios mit Susanne Pignot, Beatrix Balogh und, wie berichtet, Neuzugang Simon Klawe sortierte die Mannschaft neu.
Fortan war man dichter dran, verkürzte dank Treffern von Hannah Dürr, Helena Brandl und Chiara Czeslik auf 5:6 (9.). „Wir haben uns ‘rangekämpft und die Abwehr festigen können“, lobte Felix Mäsel. Es entwickelte sich eine intensive und ausgeglichene Partie. Auch als der Meister der Regionalliga Südwest auf vier Tore wegzog (9:13/19.), hielten die Gastgeberinnen ihre Linie – und schafften per Strafwurftor von Panna Csata den gefeierten Ausgleich zum 14:14 (28.).
Und nicht nur das: Mit einem direkt verwandelten Freiwurf über die Mauer in den Winkel brachte Lucie Mäsel mit der letzten Aktion vor der Pause die Wintrich-Halle zum Beben – das 16:15.
Nach Seitenwechsel ging es zuerst in der Tonart weiter. United baute seine Führung auf drei Tore aus (19:16/36.). Danach machte sich wieder verstärkt die Routine der Haßlocher Frauen bemerkbar, die Ballgewinne forcierten und Fehler der Gastgeberinnen bestraften (19:19/40.). Csatas Treffer zum 20:19 konterten die TSG um ihre Toptorjägerin Lucie Krein in Windeseile (20:22/43.). Bis zum 24:26 (51.) blieb es knapp, dann ließ Ebersberg abreißen.
„Unsere Leistung war in Ordnung. Wir waren nur nicht abgezockt genug“, befand der United-Teammanager. „Aber noch ist nichts verloren. Das war jetzt nur eine Niederlage. Die Mädels haben gesehen, dass es gehen könnte. Nächsten Samstag gegen den HC Schmiden/Oeffingen werden die Karten neu gemischt.“
OLAF HEID
Forst United: E. Cseslik, Engler (beide TW); Brandl (2), Janzen, Csata (9/1), Friedrich, Warkotsch, Dirnberger, L. Mäsel (5), Alnajjar (1), C. Czeslik (3), Dürr (4), Allombert (2), Pollak.

