Nach einer mehr als vierstündigen Anreise zum nördlichsten Verein der Liga und bei trist-grauem Wetter stimmten die Trainerinnen Susanne Pignot und Beatrix Balogh ihre Spielerinnen mit einem aktivierenden Spaziergang auf die Partie bei der Haspo Bayreuth ein. Beim Vorletzten der Regionalliga war ein Sieg Pflicht, zudem wollten die Forst Ladies nach der Niederlage gegen den SV Laim eine klare Reaktion zeigen.
Die Anfangsminuten gegen die akut abstiegsbedrohten Franken waren jedoch noch von einigen Unsicherheiten geprägt. „Das letzte Spiel muss erst aus den Köpfen raus“, ordnete Hans-Jörg Dietrich, technischer Leiter der Forst Ladies, die Phase ein. Mit der 4:3-Führung durch Chiara Czeslik fanden die Oberbayerinnen jedoch zunehmend zu ihren gewohnten Abläufen. Bayreuth hielt phasenweise dagegen, doch der spätere United-Sieg zeichnete sich bereits früh ab. Lediglich beim Stand von 8:16 gelang es den Gästen über 5:30 Minuten nicht nachzulegen. Dennoch stellten die Forst Ladies durch Treffer von Panna Csata und Jasmin Alnajjar bis zur Pause auf eine komfortable 18:10-Führung.
Im zweiten Durchgang präsentierten sich die Ebersbergerinnen vor allem defensiv deutlich verbessert. Die Abwehr agierte konsequenter bis zum Schlusspfiff, gewann zahlreiche Bälle und leitete daraus immer wieder spektakuläre Gegenstöße ein. „Ein spezielles Lob muss man heute der erst 17-jährigen Lena Dirnberger aussprechen. Sie hat in der Abwehr vollen Einsatz gezeigt und gleichzeitig mit Kopf und Übersicht nach vorne gespielt. Ihre vier Tore sind das Resultat von Trainingsfleiß und Wille“, freute sich der mitgereiste Teammanager Felix Mäsel über den Auftritt des Nachwuchstalents.
Die stabile Defensive erwies sich einmal mehr als Schlüssel zum Erfolg. Nur neun Gegentore in der zweiten Halbzeit und ein Dutzend erfolgreiche Überläufe spiegelten sich schließlich auch deutlich im Endergebnis von 40:19 wider. „Ich bin sehr zufrieden mit der Mannschaft. Sie hat eine klare Reaktion auf die Leistungen der letzten Wochen gezeigt. So wollen wir weitermachen“, resümierte Trainerin Susanne Pignot.
Die nun anstehende zweiwöchige Spielpause wollen die Forst Ladies nutzen, um sich gezielt auf den Endspurt der Liga vorzubereiten. Mit weiter gefestigter Abwehrarbeit soll auch gegen die kommenden starken Gegner gepunktet werden, um im Kampf um die Meisterschaft weiterhin ein gewichtiges Wort mitzureden.

