Forst United ist BHV Landesstützpunkt

Ebersberg – Die herausragende Arbeit der vergangenen Jahre wird nun auch offiziell gewürdigt. Im Rahmen des letzten Heimspiels der Drittliga-Relegation der Frauen wurde der TSV EBE Forst United in der Halbzeitpause durch den Handball-Landestrainer Benjamin Herth als „Landesstützpunkt Bayern“ ausgezeichnet.
TSV-Vorsitzender Martin Schedo und Abteilungsleiter Felix Mäsel nahmen die Plakette des Bayerischen Handball-Verbandes (BHV) in der Halbzeitpause entgegen. Mit dieser Ehrung würdigt der BHV die nachhaltige und erfolgreiche Nachwuchsarbeit der Ebersberger Handballerinnen sowie deren Bedeutung für den Leistungshandball im Freistaat.

Regelmäßig finden in der Kreisstadt Auswahlmaßnahmen des bayerischen Kaders statt, dem auch einige United-Spielerinnen angehören.
„Wir sind sehr stolz auf unsere Arbeit und das Engagement so vieler Beteiligter“, erklärte Mäsel, zugleich Teammanager der Forst Ladies. „Diese Auszeichnung zeigt, dass Ebersberg einen großen Beitrag zur Entwicklung des Leistungshandballs in Bayern leistet. Sie ist eine Anerkennung für alle Trainerinnen und Trainer, Ehrenamtlichen, Spielerinnen und Unterstützer, die täglich mit viel Leidenschaft an diesem Erfolg mitarbeiten.“
In der abgelaufenen Runde waren dies unter anderem drei Bayern-Titel (Damen I, A, C), einer in der Oberliga (B II) und ein Bundesliga-Auftritt (B). Mit der erneuten Qualifikation aller Jugendteams für die höchsten Spielklassen Bayerns und der Auszeichnung als Landesstützpunkt unterstreicht United „eindrucksvoll seine Rolle als einer der führenden Vereine im Mädchenhandball“, erklärte Mäsel stolz.

Als Leistungsverein der Region München und „Tor zum Chiemgau“ baut Forst United seine Nachwuchsförderung weiter aus. Ab September 2026 wird BHV-Landestrainer Bernhard Karg jeden Donnerstag die weiblichen Leistungsteams von der D- bis zur B-Jugend begleiten. In enger Abstimmung mit den jeweiligen Teamtrainern übernimmt Karg dabei spezielle Trainingsinhalte sowie individuelle Fördermaßnahmen für die Talente des Vereins.
„Das ist für unsere Spielerinnen, aber auch für unsere Trainer ein enormer Mehrwert. Berni wird jeden Donnerstag in Ebersberg sein Wissen und seine Erfahrung weitergeben“, freut sich Abteilungsleiter Felix Mäsel über die Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Handball-Verband.
Ferner planen die Verantwortlichen der Ebersberger Sparte gemeinsam mit dem BHV eine Schulkooperation im Landkreis. Ziel ist es, talentierte Spielerinnen noch gezielter zu fördern und Leistungssport sowie schulische Ausbildung optimal miteinander zu verbinden. Damit unterstreicht der Verein seinen Anspruch, jungen Handballerinnen in der Region bestmögliche Entwicklungsperspektiven zu bieten.

Die Vorfreude auf die kommende Saison ist entsprechend groß – nicht nur bei den Verantwortlichen und Spielerinnen, sondern auch bei den zahlreichen Fans in und um Ebersberg.
Seit mehr als zehn Jahren ist die Mädchenförderung das Aushängeschild des Vereins. Die Handballerinnen genießen längst nicht mehr nur im Landkreis und in Bayern einen starken Ruf, sondern haben sich auch überregional einen Namen gemacht. Jahr für Jahr gelingt es, Talente gezielt weiterzuentwickeln und gleichzeitig leistungsstarke Teams zu formen.

Auch bei den Qualifikationsturnieren für die Saison 2026/27 konnte Forst United seine außergewöhnliche Nachwuchsarbeit eindrucksvoll unter Beweis stellen. Sämtliche Jugendteams wurden in den höchstmöglichen bayerischen Spielklassen platziert. Die weibliche C-, B- und A2-Jugend werden damit erneut im Oberhaus des Freistaats (Regionalliga) antreten. Die A1 schaffte im hessischen Calden dazu zum zweiten Mal in der Vereinshistorie den Sprung in die Jugendbundesliga. Und die D-Juniorinnen spielen zukünftig Bezirksoberliga und Bezirksliga. Mit zehn Teams – alle weiblichen Altersklassen sind doppelt besetzt – wird man aufs Feld gehen.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Ebersberger Erfolgsmodells ist die konsequente Integration junger Talente in den Erwachsenenbereich. Viele sammeln bereits frühzeitig Einsatzminuten in den Damenmannschaften (nun Regionalliga und BOL), um den Übergang in den Seniorenbereich möglichst nahtlos zu gestalten.
„Bei den Damen gehören wir seit Jahren sowohl in der ersten als auch in der zweiten Mannschaft zu den jüngsten Teams der Liga. Wir setzen gezielt auf unseren eigenen Nachwuchs. Die vielen sportlichen Erfolge der vergangenen Jahre zeigen, dass unser Weg der richtige ist“, erklärt Jonas Habdank, der stellvertretende Abteilungsleiter von Forst United. Die Bestätigung und Belohnung für das große Engagement erfolgten nun durch den Verband.