Forst United dreht das Momentum

Die Handballfrauen des TSV EBE Forst United haben sich eine Woche lang zwischen Himmel und Hölle bewegt. Nach der verdienten Derbyniederlage in Vaterstetten und dem damit verbundenen Rückschlag im Regionalliga-Titelkampf steigerte sich die Ebersberger Mannschaft und entschied das Duell beim Widersacher TSV Schwabmünchen klar mit 31:25 (16:13) Toren für sich.
Damit hat das Team ums Trainergespann Beatrix Balogh/Susanne Pignot die Tabellenspitze in der höchsten bayerischen Spielklasse zurückerobert und geht mit einem Punkt Vorsprung in den letzten Spieltag. In der heimischen Dr. Wintrich-Halle empfangen die „Forst Ladies“ am kommenden Samstag (18.30 Uhr) den Tabellenvierten SG Mintraching/Neutraubling und benötigen nur noch einen Zähler für den Meistertitel.
Ebersbergs Trainerin Pignot freute sich nach dem zweiten Sieg gegen den Ex-Drittligisten über „eine tolle Reaktion der Mädels“. Unter der Woche hatte man sich auch mental auf das Alles-oder-Nichts-Duell vorbereitet und ein Interview mit dem dänischen Welthandballer Mathias Gidsel angeschaut (“The power of smiling“), um den Druck vom United-Team zu nehmen. Pignot lobte: „Sie waren bereit, die Aufgabe anzunehmen, mit klarem Fokus und Willen, der notwendigen Aggressivität, dem Vertrauen in die eigene Leistung und mit Freude am Spiel.“
Das hätten die Ebersberger Spielerinnen „hervorragend über 60 Minuten umgesetzt. Jede hat für jede gekämpft“, so Pignot weiter, „eine starke Teamleistung“.
Nach einer intensiven Abtastphase, in der die Gäste mit 1:3 (6.) und letztmals beim 8:9 (15.) in Rückstand lagen, „ist unsere Abwehr dann immer sicherer geworden. Das war der Schlüssel zum Erfolg“, betonte United-Teammanager Felix Mäsel. „Wir haben viele Schwabmünchener Fehler provoziert und sind endlich in unser Tempospiel gekommen.“
Bis zur Pause hatten sich die Forst Ladies, lautstark angetrieben von gut 40 Fans, darunter auch TSV-Vorsitzender Martin Schedo, eine Drei-Tore-Führung gegen den Ex-Drittligisten erspielt. Nach Seitenwechsel kontrollierte man das Geschehen, baute den Vorsprung, gestützt durch die Paraden von Elena Czeslik (Mäsel: „Sie hat das Tor vernagelt“), weiter über 22:17 (41.) auf 28:18 (47.) entscheidend aus. „Wir haben Schwabmünchen taktisch mit langen Angriffen müdegespielt“, freute sich der Teammanager mit Fans und neuen Spitzenreitern über den 31:25-Triumph, der das Tor zum Meisterschaftshimmel weit aufstieß.OLAF HEID

Forst United: E. Czeslik, Engler (beide TW); Brandl (3), Janzen (1), Csata (5/1), Becher (2), Dirnberger, L. Mäsel (3), Alnajjar (4/2), S. Pollak (1), Dürr (3), C. Czeslik (2), Dybilasz, Allombert (7/1).